Deutsch-Griechische Gesellschaft Hannover e.V.
Γερμανοελληνική Εταιρεία Αννοβέρου 

 

Die Vorträge sowie das Konzert der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Hannover e.V. werden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Hannover in der Reihe "Begegnung mit Griechenland" veranstaltet.                                                                                             


21. Januar 2020, 19.30 Uhr - Ada- und Theodor- Lessing Volkshochschule Hannover,Burgstraße 14                                                                                                                                       

Lesung: Die ewige Suche nach der Heimat   

Lebensbericht einer Migrantin, Eleni Delidimitriou-Tsamaki beschreibt autobiographisch ihre Erlebnisse als Gastarbeiterin in Deutschland                                                                        

Lesung mit Eleni Delidimitriou-Tsamaki, München

Die Autorin Eleni Delidimitriou-Tsakmaki kam 1961 mit 23 Jahren als Gastarbeiterin aus Griechenland nach Deutschland und arbeitete zunächst in einer Fabrik in der Nähe von Pforzheim. Seit 1968 lebt sie mit ihrer Familie in München.

Mit 54 Jahren fing sie an zu schreiben, bis jetzt hat sie 13 Bücher und einige Theaterstücke geschrieben.

Ihr zweites Buch „Die ewige Suche nach der Heimat“ ist ein bewegendes und zeitgeschichtlich bedeutsames Dokument. In dem Buch beschreibt Eleni Delidimitriou-Tsakmaki autobiographisch ihr Leben im fremden Deutschland, mit all seinen Schwierigkeiten aber auch Freuden. Sie schildert den mutigen Neuanfang zu Beginn der 1960er Jahre. Dieser Neuanfang ist geprägt von schmerzvollen Trennungen von ihren Kindern und existentiellen Ängsten in einem oft ablehnenden Umfeld, welches aber auf Dauer Arbeit, Geld und damit für die ganze Familie materielle Sicherheit bietet.

Erst Jahrzehnte später empfindet Eleni Delidimitriou-Tsakmaki Deutschland als „zweite Heimat."


 

18. Februar 2020, 19.30 Uhr - Ada- u. Theodor- Lessing Volkshochschule Hannover, Burgstraße 14                                                                                                                       

Vortrag: Karpathos

Wo Griechenland noch seine Tradition lebt                                                                       Multi-Media-Vortrag von Lothar Hoppen, Bergisch-Gladbach

Zwischen den zerklüfteten Bergen im Norden der Insel Kárpathos verstecken sich einige Dörfer, in denen sich althergebrachte Sitten und Gebräuche bewahrt haben, die man sonst nirgendwo mehr in Griechenland findet. Besucht man die Dörfer Ólymbos und Diafáni, taucht man ein in die alten Traditionen. Spontanität bestimmt das Leben im Dorf und spontan greift man zur Lýra und Laúto, den traditionellen Musikinstrumenten. Viele Frauen tragen täglich die traditionelle Tracht der Insel, aber nicht für die Touristen. Eine Bäckerei sucht man hier vergeblich, denn Brot und andere Teigwaren werden nach wie vor im hauseigenen Steinofen gebacken. Ein besonders Erlebnis sind die großen Kirchenfeste in Ólymbos und Wurgúnda.
Lothar Hoppen ( foto-spuren.de) zeigt in seinem Vortrag das Leben auf Kárpathos, die großen Kirchenfeste und die phantastische Landschaft in digitaler Multivision mit Live Kommentar.

www.foto-spuren.de/?page_id=935

                                                           


17. März 2020, 19.30 Uhr - Ada- u. Theodor- Lessing Volkshochschule Hannover, Burgstraße 14                                                                                                                    

Griechisches Osterfest - Das Fest der Feste 

Der größte Feiertag der griechisch-orthodoxen Kirche                                                      Dia-Vortrag von Kyriakos Chamalidis, Düren

Zahllos sind die Feiern in der orthodoxen Kirche, mögen sie groß oder klein sein. Doch das Fest der Feste, der größter Feiertag ist allein Ostern. Während der Ostertage erreicht die religiöse Ergriffenheit des griechischen Volkes ihren Höhepunkt. Seine starke innerliche Beteiligung an dem göttlichen Drama, die dogmatische Bedeutung, die Volksfreude und andere Aspekte werden in diesem Vortrag dargestellt.

Es werden außerdem Gesänge der Karwoche und der Auferstehungsliturgie abgespielt und übersetzt.

 

28. April 2020, 19.30 Uhr - Ada- u. Theodor- Lessing Volkshochschule Hannover, Burgstraße 14                                                                                        

Vortrag: Der Bürgerkrieg in Griechenland von 1946 - 1949 

Historische Hintergründe und politische Zusammenhänge des Bürgerkrieges                Vortrag von Loukas Lymperopoulos, Hamburg 

Die Besatzungszeit in Griechenland dauerte von April 1941 bis Oktober 1944. Während der Okkupation formierte sich der Widerstand. Von den zwei größeren Partisanenverbänden war der eine politisch links und der andere rechts gerichtet. Im Herbst und Winter 1943/44 kam es zu einem gewalttätigen Konflikt zwischen den beiden Gruppen. Kaum war das Land befreit fanden im September 1944 erneut militärische Auseinandersetzungen zwischen Linken und Rechten statt. Nach einer kurzen Friedenszeit folgte von 1946 - 49 ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und Royalisten. Die Auswirkungen waren verheerend. Das Land versank im Chaos. Es gab viele Opfer auf beiden Seiten. Tausende Linke wurden in Griechenland inhaftiert und in die Verbannung geschickt oder hingerichtet. Nach dem Ende des Bürgerkrieges war die griechische Gesellschaft jahrzehntelang traumatisiert und gespalten. Erst in den 80er Jahren gelang es, diese Spaltung zu überwinden. In diesem Vortrag werden die historischen Hintergründe und die politischen Zusammenhänge dieser leidvollen Zeit erläutert.

 

Wir gehen in die Sommerpause.   

 

Informationen zu Begegnungen mit Griechenland in Kooperation mit der Volkshochschule Hannover finden Sie unter folgenden Link.