Deutsch-Griechische Gesellschaft Hannover e.V.
Γερμανοελληνική Εταιρεία Αννοβέρου 


25.01.2022

Die Medizin im antiken Griechenland

In diesem Vortrag wird ein Überblick über die Entwicklung der Heilkunst im antiken Griechenland gegeben. Versuchten die Menschen in früheren Zeiten Krankheiten mit Hilfe der Götter oder der Magie zu heilen, gingen sie nach dem 6. Jh. v. Chr. dazu über, aus dem empirischen Wissen eine rationale Wissenschaft zu entwickeln und zu etablieren. Sie schufen die Grundlage für die heutige Medizin. Als Vater der Heilkunst gilt Hippokrates von Kos (etwa 460 - 370 v. Chr.). Sein Eid ist immer noch die ethische Verpflichtung für jeden Arzt: Das Wohl des Patienten hat immer im Mittelpunkt seines Handelns zu stehen.

Vortrag von Loukas Lymperopoulos, Hamburg


22.02.2022

Tinos - Kunst, Kultur und Landschaften auf Griechenlands heiliger Insel

Insel der Winde, Insel der Tauben oder „Heilige Insel“. Tinos hat viele Namen.

Tinos pflegt die Kultur und die Kunst und ist ein Freilichtmuseum für mittelalterliche Dorf-Architektur. Bekannter ist Tinos jedoch als das „griechische Lourdes“.

An den großen kirchlichen Feiertagen kommen Zig-Tausende Pilger auf die Insel. Sie wollen Buße tun und viele quälen sich auf Knien über die 600m lange Pilgerstrecke vom Hafen bis zum Altar der Wallfahrtsbasilika.

Viele Werte liegen jedoch im Hinterland. Die Landschaft wird geprägt durch einen ausgedehnten Terrassenbau und den vielen pittoresken Taubenhäusern. Tinos ist eine Insel zum Entdecken. Der Vortrag zeigt das Leben und die phantastische Landschaft von Tinos in digitaler Multivision mit Live-Kommentar.

Multi-Media-Vortrag von Lothar Hoppen, Bergisch-Gladbach


22.03.2022

Salonika – das vergessene und wiederentdeckte „Jerusalem des Balkans“

Salonika, Selânik, Solun, Saloniki, Thessaloniki – eine Stadt und viele Namen. Salonika, wie die sephardischen Juden die Stadt im Osmanischen Reich nannten, war über 400 Jahre eines der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens. Seit dem 19. Jahrhundert war sie sogar eine mehrheitlich jüdische Großstadt. Ihre Integration in den griechischen Staat 1912, ihre Umwandlung von einer osmanisch geprägten in eine modern bürgerliche Stadt, die deutsche Besatzung und der Holocaust haben nahezu alle Spuren jüdischen Lebens beseitigt. Nach Krieg und Bürgerkrieg wollte sich die Stadtgesellschaft Thessalonikis nicht mehr an den jüdischen Teil ihrer Vergangenheit erinnern. Das ist heute anders. Seit nunmehr 20 Jahren wird um die Erinnerung an das jüdische Salonika gerungen. Das Vergessen und der Antisemitismus von damals und heute bleiben nicht länger unwidersprochen.

Vortrag Dr. Andreas Poltermann, Berlin