Unsere Veranstungen finden in der Ada- und Theodor- Lessing Volkshochschule, Burgstraße 14 statt. Alle Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr.
Kosten je Vortrag: Für Mitglieder der DGG Hannover 3,00 €, für Gäste 5,00 €.
Kosten je Konzert: Für Mitglieder der DGG Hannover 8,00 €, für Gäste 12,00 €.
Samstag, 05.09.2026, 20.00 Uhr, Pavillion des Kulturzentrums, Lister Meile 4, 30161 Hannover
Konzert:
Die Frauen des Rembetiko. Ein Konzertprojekt mit Theodora Baka und dem Ensemble „Ta Perix“
Eine musikalische Hommage an die großen Damen des griechischen Rembetiko: Die Sängerin Theodora Baka interpretiert eindrucksvoll Lieder, die das Leben, die Liebe und die Sehnsüchte der Frauen im urbanen Griechenland der 1940er bis 1960er Jahre besingen. Begleitet wird sie vom Ensemble „Ta Perix“ aus Kavala. Achilleas Anastasiadis moderiert den Abend und fügt sich mit dem Baglamas in den charakteristischen Ensembleklang ein.
Dienstag, 09.02.2027, 19.30 Uhr, VHS Hannover
Vortrag:
Die Mani - Einblick in Kultur, Geschichte und Natur der südlichsten Teile des Griechischen Festlandes
Die Mani-Halbinsel bietet repräsentative Einblicke in die griechische Geschichte und Kultur. Am Kap Tenaron wurde in der Antike einer der Eingänge in die Unterwelt lokalisiert. Römische Besiedlungsspuren sind auf der Mani ebenso zu finden wie beeindruckende byzantinische Kirchen. In der neugriechischen Geschichte galt sie als ein Hort des Widerstandes gegen die Osmanen, aber auch eine rauhe, durch Geschlechtertürme geprägte Landschaft. Der Vortrag bietet zentrale Einblicke in dieses besondere Gebiet Griechenlands. Die Ausführungen werden begleitet mit zahlreichen Bildern.
Herr Dr. Andreas Müller ist Professor für Kirchen- und Religionsgeschichte des 1. Jahrtausends an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Dienstag, 16.03.2027, 19.30 Uhr, VHS Hannover
Vortrag:
KARPATHOS - Wo Griechenland noch seine Traditionen lebt
Zwischen den zerklüfteten Bergen im Norden der Insel Kárpathos verstecken sich einige Dörfer, in denen sich althergebrachte Sitten und Gebräuche bewahrt haben, die man sonst nirgendwo mehr in Griechenland findet. Besucht man die Dörfer Ólymbos und Diafáni, taucht man ein in die alten Traditionen. Spontaneität bestimmt das Leben im Dorf und spontan greift man zur Lýra und Laúto, den traditionellen Musikinstrumenten.
Lothar Hoppen zeigt das Leben auf Kárpathos und die phantastische Landschaft in digitaler Multivision, die er live kommentiert.
Dienstag, 14.04.2026, 19.30 Uhr, VHS Hannover
Vortrag:
Bevölkerungsaustausch statt Minderheitenschutz: Das griechisch-türkische Transferabkommen von 1923 aus völkerrechtlicher und erinnerungskultureller Perspektive
Auch wenn die Lausanner Konvention vom Januar 1923 nicht das erste zwischenstaatliche Bevölkerungsaustauschabkommen in der modernen Geschichte darstellt, war ihr Einfluss auf globaler Ebene präzedenzlos. Von der angeblichen „Erfolgsgeschichte“ der Lausanner Konvention ließen sich nicht nur Adolf Hitler und seine Verbündete inspirieren (z. B. in der Südtiroler Frage).
Die kollektive Erinnerung an den dem Abkommen von Lausanne vorangegangenen Griechisch Türkischen Krieg (1919‐1922) und an die „Kleinasiatische Katastrophe“, ist in Griechenland omnipräsent. In der offiziellen Erinnerungskultur und Geschichtspolitik der Türkei spielte wiederum der Exodus von über einer Million orthodoxer Christen aus Anatolien und die daran anschließende Konvention von Lausanne bis vor kurzem eine unbedeutende Rolle - im Gegensatz zum militärischen Sieg Kemal Atatürks über die griechischen Streitkräfte und die „Befreiung von Izmir“ im September 1922.
Herr Prof. Dr. Adamantios Skordos, referiert über das griechisch-türkische Transferabkommen von 1923 aus völkerrechtlicher und erinnerungskultureller Perspektive.